Gyokuro -ein besonderer Grüntee
Gyokuro-Ein beschatteter Tee
Gyokuro ist ein besonderer japanischer Grüntee, dessen Anbau und Erzeugung in Uji (Präfektur Kyoto) eine große Tradition hat. In diesem Anbaugebiet erlangt er eine besondere Milde und dezente Süße. Ein sehr feiner, besonderer Geschmack, der wirklich einzigartig ist.
Die Teefelder, auf denen Gyokuro angebaut wird, werden je nach gewünschtem Geschmack etwa 20-30 Tage vor der Ernte (die in der Regel Anfang Mai erfolgt) mit Netzen abgedeckt. Somit wird Gyokuro länger beschattet als Kabusecha.
Die Netze lassen nur einen Teil des Sonnenlichtes passieren.

Gyokuro Anbaugebiet Uji
Gyokuro Ernte und Verarbeitung
Es werden die frischen grünen Blätter an den Spitzen der Teesträucher geerntet und sofort danach gedämpft. Hierbei wird zum einen die Fermentation unterbunden, zum anderen wird der Luftsauerstoff durch den Dampf verdrängt, so daß Oxidationsschäden von den wertvollen Teeblättern abgewendet werden können. Das Dämpfen kann auch unteschiedlich lange erfolgen. Hierdurch kann auch auf Aroma und Auszugsgeschwindigkeit Einfluß genommen werden.
Nach dem Dämpfen werden die Blätter gerollt und optimalerweise dann unter Schutzatmosphäre (Stickstoff) oder wenigstens Vakuum verpackt, damit kein Luftsauerstoff dem wertvollen Tee schaden kann. Vakuum ist nicht so gut wie Stickstoff, da durch das Zusammenziehen der Tüte der Tee unnötig gebrochen werden kann.
Wie schmeckt Gyokuro im Vergleich zu einem guten unbeschatteten Sencha?
Auf diese Weise entwickelt der Tee weniger Gerb und Bitterstoffe, als unbeschatteter Sencha und auch noch etwas weniger Bitterstoffe als Kabusecha. Ein guter Sencha (hiermit sind nicht nicht die sehr einfachen, die reichlich Zweiganteile enthalten, grobblättrig sind und gelbbraun in der Tasse erscheinen gemeint) ist natürlich trotzdem nicht bitter, Aromastoffe und Gerbstoffe sind bei einem guten Sencha so im Gleichgewicht, so daß er frich und dennoch aromatisch schmeckt.
Bei Gyokuro liegt das Gleichgewicht etwas deutlicher auf den aromatischen Nuancen und weniger auf den Gerbstoffen. Er schmeckt mild aromatisch und dezent süß.

